Format für Verständigung

Warum?

Die Europäische Gemeinschaft definiert sich durch einen gemeinsamen Wertekanon. Wir jonglieren tagtäglich mit Wörtern wie Demokratie, Meinungsfreiheit, Toleranz. Aber was genau wird mit diesen Begriffen gemeint? Meinen wir dasselbe, wenn wir das gleiche Wort verwenden?

 

demoSlam bietet die Gelegenheit, sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Verständnis dieser abstrakten Begriffe auseinanderzusetzen und individuelle Ansichten alltagsnah und unterhaltsam darzustellen.

 

 

 

 

 

Was?

  • ein neues Dialogformat
  • Methode zur Verständigung über kontroverse und konfliktbeladene Themen
  • basiert auf dem international etablierten Format Science Slam
  • Alternative zu den klassischen Austauschformaten und internationalen Jugendbegegnungen
  • alltagsnah, persönlich und unterhaltsam
 

                                                                                                                                                              

 

Beim demoSlam erarbeiten die Teilnehmer in Paaren ihr Verständnis von abstrakten und komplexen Begriffen wie Demokratie, Meinungsfreiheit, Toleranz und stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Ansichten in kurzen Präsentationen alltagsnah, persönlich und unterhaltsam dar.

 

 

 

 

Wie?

demoSlam besteht aus drei Teilen:

  • Verständigungsworkshop zur Auseinandersetzung mit Begriffen und als Verständnisprozess unter den Teilnehmern in einem geschützten Raum, an dem sie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im individuellen Verständnis der ausgewählten Begriffe erarbeiten
  • Bühnenshow mit Präsentationen der Ergebnisse in Paaren
  • Austausch mit dem Publikum
 
 
 

 

 

 

 

Über uns

demoSlam ist das Kernformat der neu gegründeten Organisation „Magnet – Werkstatt für Verständigung“.

 

Das Format demoSlam wurde von Evgeniya Sayko, der promovierten Kulturwissenschaftlerin und Mitgründerin des Science Slams in Russland, im Rahmen ihres Projekts »Wertediskurs mit Russland: klären, formulieren, vermitteln« im Hertie-Innovationskolleg entwickelt. Ursprünglich wurde das Format auf den deutsch-russischen Kontext ausgerichtet.

 

Seit 2018 wurden mehrere deutsch-russische demoSlams mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes in Jekaterinburg, Dresden und Frankfurt am Main durchgeführt. 2020 wurde demoSlam  erstmals auch für die innerdeutsche Verständigung im Rahmen des Projekts „Sachsen im Dialog“ angewendet. Wir entwickeln das Format weiter und planen demnächst z.B. einen „Ossi-Wessi-demoSlam“.

 

 

 

 

»Der demoSlam ist perfekt, um sich besser kennen zu lernen, um die eigene Meinung besser zu verstehen und sie so zu äußern, dass auch andere sie akzeptieren können.«

Regina Khvastunova, Teilnehmerin

»Der demoSlam ist eine Alternative zu den Präsentationstechniken, die wir aus dem Studium kennen. Er ist nicht so steif wie eine klassische Präsentation, sondern er entsteht aus den persönlichen Erfahrungen…das, was ich im Leben gemacht habe, um es miteinander zu teilen.«

Julian Stegemann, Teilnehmer

»Ich glaube, dieses innovative Projekt verdient wirklich ein großes Publikum. Dieser Wertediskurs, bei den wir versuchen, in den Anderen hinein zu versetzten, die andere Seite zu verstehen, aber nicht unbedingt mit ihr einverstanden zu sein – das ist etwas, was wir in diesen Zeiten brauchen.«

Dirk Wiese, Koordinator für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft

»Beim demoSlam gibt es die Möglichkeit, von den klassischen, starren Regeln des Austauschs wegzukommen und zu einer Ebene zu gelangen, auf der man über alltägliche Situationen sprechen kann. Es geht um Demokratie im Alltag, weg von der politischen Ebene.«

Dr. Andrea Stiebritz, Leiterin Hertie-Innovationskolleg

»Das finde ich eine ausgezeichnete Idee. Wir müssen weg von überholten, nutzlosen und kontraproduktiven Formaten des Diskurses. Ich möchte mehr darüber hören und insbesondere möchte ich es in der Praxis sehen.«

Josef Huber, Leiter des Pestalozzi Programms des Europarates

 

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